Geschäftsführer, deren Unternehmen sich in der Krise befindet, unterliegen häufig einem der folgenden Haftungsrisiken:

Haftung für verspätete Insolvenzantragspflicht gemäß § 15 a InsO

Stellt ein Geschäftsführer bei Zahlungsunfähigkeit nicht binnen drei Wochen einen Insolvenzantrag hat er seine Antragspflicht verletzt und wird schadensersatzpflichtig.

Haftung für nicht abgeführte Sozialversicherungsbeiträge

Geschäftsführer sind nach § 266 a StGB zur rechtzeitigen Abführung von Sozialversicherungsbeiträgen verpflichtet. Verletzt ein Geschäftsführer diese Pflicht macht er sich strafbar und ist gegenüber der GmbH und auch dem Sozialversicherungsträger schadensersatzpflichtig.

Haftung für Lohnsteuer

Ebenso ist der Geschäftsführer für die Abführung der Lohnsteuer an das Finanzamt zuständig. Kommt er dieser Pflicht nicht nach, wird er gegenüber dem zuständigen Finanzamt schadensersatzpflichtig.

Haftung für nicht abgeführte Umsatzsteuer

Auch Versäumnisse bei der Abführung der Umsatzsteuer wird der Geschäftsführer gegenüber dem Finanzamt schadensersatzpflichtig.

Nicht eingezahltes Stammkapital

Wenn der Geschäftsführer und Gesellschafter das von ihm einzulegende Stammkapital nicht eingezahlt hat, haftet er gegenüber dem Insolvenzverwalter für die nicht erbrachte Zahlung.

 

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